Auf meiner letzten Reise durch diese Staaten fiel mir etwas auf, das es in dieser Form und Mannigfaltigkeit in kaum einem anderen US-Staat gibt. Die Portionen sind, nennen wir es mal, sehr üppig. Damit meine ich nicht nur die Menge, die dem Gaumen widerfährt, sondern vor allem der Kalorienreichtum.

Beginnen wir mal mit dem Frühstück. Also jetzt nicht das Continental breakfast, das häufig nur aus einem Toast, einem Bagel und etwas cream cheese besteht, begleitet von dünnem Kaffee. Sondern ich spreche schon von dem nicht nur bei Truckern beliebten full american breakfast. Selbst bei dieser hier dargestellten kleinen Portion hat man schon für die nächsten Stunden genug für den Verdauungstrakt getan.

Um die Verdauung noch etwas anzuregen, empfiehlt sich (ohne Gewähr….) der Genuss von ein paar getrockneten Chilis, wie sie in Albuquerque an vielen Hauseingängen hängen

Damit sollte man es dann schon bis in die Mittagsstunden schaffen. Dann hilft ein light snack, um über die weiteren Stunden zu kommen. Dieser besteht gerne aus frittierten Köstlichkeiten, also zum Beispiel Onion Rings, Kartoffelbällchen (als Alternative zu den oftmals unausweichlichen french fries) und chicken wings. Begleitet von ein oder zwei köstlichen Dips und wohlschmeckenden amerikanischen Brauereierzeugnissen.

Zum Nachmittagskaffee empfiehlt sich ein kleines Stückchen Apple Strudel mit ein wenig Vanilleeis. Dies aber wirklich nur als Kirsche auf der hier nicht vorhandenen Sahne, damit man nicht ganz vom Fleisch fällt

So richtig los legt der Texaner aber erst in den Abendstunden. Jetzt stellt sich dem Steakkenner nur die Frage, Cowboy, Cowgirl oder heute doch lieber den WagonMaster. In den zahllosen Steakhäusern der Extraklasse in Texas wird das Dinner zum Hochgenuss. Vorausgesetzt, man ist nicht Vegetarier oder Veganer.

Denn dann bleibt einem häufig nur der Griff zur Nachspeise, wie diese hochwertig dargebotene auf dem folgenden Bild

Oder man geht direkt über in den Digestif oder zu den Mixgetränken, die in den Abendstunden zwar manchmal etwas teurer sind als zur Happy Hour, aber dafür häufig begleitet werden von musikalischen Höhepunkten. In diesem Fall im Hotel Mirage durch den Sax Man, der dem leckeren Cocktail noch die besonderen Noten gab.

Fazit: Im wilden Westen kann man gut, reichlich und genussvoll speisen. Wie so häufig sollte man bereit sein, den ein oder anderen Dollar mehr auszugeben, um typische und gute Landesküche zu probieren. Denn sonst bleibt es sehr schnell bei Fast Food, und dafür braucht man wahrlich nicht in dieses wunderbare Land zu fliegen, das gibt es zuhause genau so gut.